Wirtschaftslage in Deutschland / Europa
Seit 2008 befindet sich nahezu jedes Land in einer weltweiten Wirtschaftskrise. Wir erleben zwar einen gewissen Aufschwung, nur ist die Krise damit noch lange nicht überwunden.
Generell sollte es allen Konsumenten bewusst sein, das jedes Land den Konsum, die Treue und die Unterstützung seiner jeweiligen Landesbevölkerung braucht, um generell existieren zu können.
Immer wieder stelle ich fest, das es Menschen gibt, denen es nicht bewußt ist, dass die gesetzliche Mehrwertsteuer fast 1/5 des Kaufpreises ausmacht.
Deshalb zeige ich hier mal einige Beispiele:
Wieviel gesetzliche Mehrwertsteuer steckt in den Kaufpreisen in der technischen Branche? Antwort: 19%
Aber wieviel ist das?
Von € 1,- Kaufpreis gehen knapp € 0,16 an den Staat, bei € 10,- Kaufpreis sind es zirka € 1,60. Von € 100,- Kaufpreis gehen schon rund € 16,- weg. Bei € 500,- gehen rund € 80,- an den Staat, während es bei € 1000,- schon fast € 160,- an den Staat gehen.
Der Mehrwertsteueranteil (19%) wird entsprechend größer, je höher der Kaufpreis ist. Bei Bruttowert € 1500,- liegt der Nettobetrag bei € 1260,50
bei Bruttowert € 2000,- liegt der Nettobetrag bei € 1680,67 und
bei Bruttowert € 3000,- liegt der Nettobetrag bei € 2521,-
Warum diese vielen Summendarstellungen?
Ein nationales Produkt kostet häufig etwas mehr, als ein internationales Konkurrenzprodukt. Das liegt schon darin begründet, dass hier jeder Arbeitnehmer deutlich mehr verdient, als andere im asiastischen Ausland.
Aber die internationalen Hersteller müssen neben den 19% Mwst. auch noch die Zollgebühren, Einfuhr- und Überführungskosten zahlen. Diese können bei bis zu 10% liegen, abhängig von Produkt und Einfuhrmenge.
Wieviel Anteil technischer Qualität steckt in einem internationalen Produkt?
Ausländische Produkte werden grundsätzlich zu völlig anderen Konditionen und Voraussetzungen entwickelt und gefertigt. Nach Fertigstellung gehen deren Produkte dann per Schiff oder Flugzeug durch die ganze Welt. Das kostet Geld. Irgendwann im Zielland angekommen, geht es erst einmal per Bahn oder LKW in die Zentrallager der Hersteller. Und erst von dort aus geht es weiter an die Händler im Land.
Jeder der mit dem Transport zutun hat, will und muß Geld verdienen.
Dieser Aufwand beansprucht nicht nur Muskel und Pferdestärken, auch die Produkte müssen großartige Transporte aushalten. Und das dann auch der letztendliche Verkaufshändler noch ein bißchen Geld verdienen muss, ist sicher jedem klar.
Wenn man diesen enormen Mehraufwand berücksichtigt, dann sollte man doch zu dem Ergebnis kommen, dass da nicht mehr Qualität drinnen stecken kann, als in Produkten aus unserer unmittelbaren Nähe.
Und bei Garantieleistungen innerhalb der ersten 24-Monate nach Kaufdatum müssen die Hersteller auch noch kostenlose Leistungen anbieten. Positive Testergebnisse und diverse Werbemaßnahmen kosten zudem sehr viel Geld, was letztlich vom Hersteller mit finanziert wird!
Deutschland gehört zu den wohlhabensden Ländern und kann es in Zukunft auch nur bleiben, wenn die in Deutschland lebende Bevölkerung Ihren Konsum weiterhin verstärkt in der eigenen Wirtschaft und Umfeld lassen.
Ich gönne mir bei Neuanschaffungen lieber Produkte aus unserem Land oder direktem Umfeld. Notfalls spare ich mir die bessere Qualität auch etwas länger zusammen.
Es ist doch eigentlich auch völlig egal, ob es dem Landwirten, dem Händler, dem Handwerker oder den Akademikern zugute kommt.
Hauptsache der Umsatz und Ertrag bleibt im eigenen Land.
Ich wünsche mir, dass das deutsche System weiterhin einen erfolgreichen Weg aus der noch aktuellen Krise findet.
In diesem Sinne, vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Jörg Dunker